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Wir sagen NEIN zur FGM!

Heute ist der internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung.

 

Weibliche Genitalverstümmelung

Die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation oder FGM) ist eine der extremsten Formen von Gewalt gegenüber Mädchen. ActionAid arbeitet in neun afrikanischen Ländern daran, dieser schmerzhaften und traumatischen Praktik ein Ende zu bereiten. Helfen wir also diesen Gemeinschaften - Männern und Frauen - dabei, Nein zur FGM zu sagen und sichere Räume für gefährdete Mädchen bereitzustellen!

Was genau ist unter FGM zu verstehen?

Bei der FGM -auch bekannt als die Beschneidung weiblicher Geschlechtsorgane- handelt es sich um die Praktik des teilweisen oder vollständigen Abschneidens der Klitoris und der Schamlippen eines Mädchens, die aus nicht-medizinischen Gründen und fast immer bei Mädchen im Zeitraum vom Kindesalter bis zu 15 Jahren durchgeführt wird.

Solche Verstümmelungen können schwere Blutungen, Infektionen, Unfruchtbarkeit oder sogar den Tod zur Folge haben. Anschließend werden die Mädchen oftmals aus der Schule genommen und zu einer frühen Ehe gezwungen. FGM kann verheerende physische, psychische und soziale Folgen für die Mädchen haben, und das für den Rest ihres Lebens. Die traurigen Fakten heutzutage:

  • 3 Millionen Mädchen in Afrika laufen in jedem Jahr Gefahr, verstümmelt zu werden. 
  • Bis zu 200 Millionen Mädchen weltweit wurden der FGM bereits unterzogen, das ist mehr als das Dreifache der britischen Bevölkerung. 
  • Die Republik Somaliland weist eine der höchsten FGM-Raten auf, bei der 98% der 15- bis 19-jährigen Mädchen beschnitten wurden.

Spenden Sie jetzt und tragen dazu bei, NEIN zu sagen zur FGM 

Können wir die FGM stoppen?

ActionAid ist der Ansicht, dass die Beendigung der Genitalverstümmelung bei Frauen eine Veränderung der Einstellungen und Verhaltensweisen auf allen Ebenen der Gesellschaft erforderlich macht.

Wir liefern direkte Unterstützung für Frauen und Mädchen, die der Verstümmelung entfliehen konnten, mit Hilfe unserer Kontroll-/Hilfszentren, Sicherheits- und Frauenhäuser.

Um diese Veränderung in Gang zu setzen, sprechen wir offen mit Frauen, Männern, Jungen und Mädchen, sowie mit einflussreichen Mitgliedern der Gemeinschaft, wie traditionalistische Älteste und religiöse Führer über die schädlichen Auswirkungen der FGM. Wir arbeiten eng mit jeder dieser Gruppen zusammen und bieten ihnen Schulungen an hinsichtlich spezifischer Kompetenzen, die sie benötigen, um mit anderen zu reden und auf sie einzuwirken mit dem Ziel, dass sich anschließend ganze Gemeinschaften gegen die Praktik der FGM stellen werden.

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Der Einsatz von ActionAid gegen die FGM

Die Gruppen “Women’s Watch”

In Äthiopien haben wir über 1.000 Frauen entsprechend ausgebildet, Kontrollgruppen für Frauen zu bilden, und wir haben sie dabei unterstützt zu begreifen, wie schädlich die FGM für Frauen ist, und welche Gesetze es gibt, die sie davor schützen. Infolgedessen haben mehr als 42.000 Menschen in 12 Gemeinden die Praktik der FGM eingestellt, und immer mehr Mädchen lehnen diese mittlerweile ab.

Die 19-jährige Meko Aman aus Seru war die erste Frau, die geheiratet hat, ohne sich einer FGM unterzogen zu haben. Die Kontrollgruppen konnten die Eltern davon überzeugen, diese nicht zu praktizieren, und diejenigen, die diese Praktik durchführen, werden bei der Polizei angezeigt. Mekos Mutter ist Mitglied der Gruppe "Women's Watch".

Meko gibt zu: "Obwohl man uns über die negativen Auswirkungen weiblicher Genitalverstümmelung aufklärt, müssen immer noch viele Mädchen darunter leiden, da es schwierig war, die Eltern zu überzeugen. Jetzt kann jeder diese Verstöße bei den Kontrollgruppen für Frauen zur Meldung bringen. Die Mitglieder der Gruppe Women's Watch versuchen dann, die Eltern davon zu überzeugen, die Praktik einzustellen und die Personen, die diese durchführen, vor Gericht zu bringen."

Um andere langfristige Projekte wie die Gruppen von Women's Watch zu unterstützen