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Indien ist der Covid Notstand ausgebrochen

Die schwächsten Arbeiterinnen sind diejenigen die dem Virus am meisten exponiert sind.

Die Frauen, die Mädchen und die Personen, die am stärksten ausgegrenzt sind, laufen die grösste Gefahr sich mit dem Virus zu infizieren und Gewalt zu erleben.

Während Indien zurzeit die zweite zerstörerische Covid-19 Welle bekämpft, werden die Arbeiter an der Front und die Hausangestellten ohne Zugang zu Schutzvorrichtungen gelassen und der Infektion direkt ausgesetzt.

Als ActionAid gegen wir den schutzbedürftigen Arbeitern und den Gemeinschaften die so notwendige Unterstützung, einschliesslich der Sicherheits- und Hygienekits sowie Nahrungsmittel an tausende von inoffiziellen Arbeitern, die in der Covid-Krise an erster Front stehen.

Von ActionAid Indien in Dehli, Delhi, Haryana, Himachal Pradesh, Punjab und Uttar Pradesh betriebene Telefonzentralen liefern zurzeit aktualisierte Informationen über die Verfügbarkeit von Spitalbetten, Sauerstoffflaschen und Covid Impfstoffe. 

Sandeep Chachra, Exekutivdirektor von ActionAid Indien erklärt:

"Diese zweite zerstörerische Infektionswelle macht die inoffiziellen Arbeiter und Migranten noch verletzlicher denn je. Wir haben Menschen die den ganzen Tag arbeiten um die Toten zu begraben und Frauen die in den Haushalten tätig sind und sich um die Kranken und Sterbende kümmern, und dies mit wenig Schutz und Unterstützung.

Die Impfstoffe müssen Allen unentgeltlich zur Verfügung stehen. Wir müssen auch unsere Arbeiter und Gemeinschaften mit Schutzvorrichtungen, Tampon, und Informationen über das öffentliche Gesundheitswesen unterstützen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern und die Menschen, die am stärksten ausgegrenzt sind zu schützen ".

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Die Frauen, die Mädchen und die Randständigen sind von der zweiten Welle am stärksten betroffen. Wir erleben zurzeit eine Steigerung der Schutzbedürftigkeit der Randständigen, da die Bewegungseinschränkungen, die engen Lebensbedingungen, der Stress auf der Arbeit und der Virus die Frauen und Mädchen und all diejenige, die einer informellen Arbeit nachgehen, in Gefahr bringen.  

Sion Kongari, regionaler Verantwortliche der Programme von ActionAid Indien in Rajasthan und Gujarat, sagt dazu folgendes:

"Die Frauen und die Mädchen haben sich von der ersten Welle der Pandemie nicht erholt, als sie von der rasch ansteigenden zweiten Welle heimgesucht wurden. Seit Beginn der Pandemie konnten wir eine Erhöhung der Gewalt an Frauen und Mädchen, der Frühehen und der sexuellen Ausbeutung beobachten. Die meisten inoffiziellen Arbeitnehmer, die Hausangestellten und die Strassenhändler sowie die meisten Frauen dürfen aufgrund der Restriktionen nicht arbeiten und laufen die grösste Gefahr einer Infektion".

Kongari und sein Team haben gearbeitet um das Stigma rund um die Impfstoffe zu bekämpfen und teilen mit den schutzbedürftigen Gemeinschaften lebenswichtige Informationen über die ärztlichen Dienste. Er fügt noch hinzu: “Diesmal ist das Bedürfnis an ärztlicher Betreuung noch viel stärker. Wir müssen schnell eine gemeinschaftliche ärztliche Unterstützung schaffen und unser Netz von Gesundheitszentren unterstützen, um zu gewährleisten, dass alle Gemeinschaften die nötige ärztliche Betreuung erhalten".

Als ActionAid arbeiten wir in Indien seit 1972 an der Seite der Gemeinschaften zusammen mit lokalen Partnern.

Helfen Sie uns jetzt im Kampf gegen die Covid-Krise

 

 
Fotografische Kredite: ActionAid Indien
Dieser Artikel wurde ursprünglich von ActionAid International veröffentlicht, “India Covid crisis: Vulnerable frontline workers hit hard by virus”, 27/04/2021