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Der Notstand beginnt nicht erst jetzt

Bangladesch und Kenya sind schon seit langer Zeit in einer Notlage.

Es ist allgemein bekannt, dass die Verbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen Krankheit Covid-19 sich in Ländern ausbreitet, wo das Händewaschen und die sozialen Abstandsregeln schwer anzuwenden sind. Aber in einigen Orten in der Welt handelt es sich um eine gesundheitliche Notstandssituation, die sich mit den erheblichen humanitären Notstandssituationen, welche bereits Millionen von Menschen in die Knie gezwungen haben, überschneidet. In diesem Umfeld wird die Hilfeleistung immer schwieriger, aber noch nötiger, und es ist aus diesem Grund, dass wir uns seit Beginn in Zusammenarbeit mit den lokalen Organisationen aktiviert haben.

Je denn mehr ist es notwendig, dass wir schnell und gezielt handeln in den Gemeinschaften, die wir seit langer Zeit unterstützen und dort, wo es am meisten nötig ist.

Wenn es Ihnen möglich ist, spenden Sie jetzt im Rahmen unseres Notfallaufrufs und teilen Sie ihn mit Ihren Freunden und Verwandten: retten wir zusammen Menschenleben!

Wir danken Ihnen von Herzen für das was Sie tun können.

Lesen Sie darüber wie wir intervenieren und welche Schwierigkeiten wir antreffen:

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BANGLADESH

Die Regierung von Bangladesch hat kürzlich erklärt, dass es nicht möglich ist die Verbreitung des Virus zu kontrollieren und dass demzufolge das Land vollständig isoliert wurde: alle Strassenverbindungen wurden geschlossen und der lokale öffentliche Verkehr wurde eingeschränkt. Die Fortbewegung ist somit nun nicht mehr möglich, nur im Fall von Notfällen.

In diesem Panorama der Besorgnis ist ActionAid Bangladesch zuständig für die Überwachung der Lage der Rohingya Flüchtlinge in den dicht bewohnten Flüchtlingslagern in Cox's Bazar. Es handelt sich um über 800.000 Personen, welche sich in einer prekären gesundheitlichen Lage befinden: man bedenke nur, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu lebensnotwendigen Dingen hat, wie Seife und Wasser. Wir sind zudem daran, Informationsmaterial zur Sensibilisierung und Prävention innerhalb der Flüchtlingslager in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden zu verteilen.

ActionAid unterstützt auch die Bewirtschaftung der lokalen Räume für die Frauen, welche in den Krisensituationen oft von Gewalt bedroht sind, im Rahmen der Verteilung von Nahrungs- und Reinigungsmittel. Die Aggregationszentren sind vorübergehend geschlossen, aber wir stehen in Verbindung mit den lokalen Kollegen, welche Präventionstätigkeiten weiterführen und die Bedürfnisse der Familien aufnehmen.

Wir müssen dringend eine konkrete Hilfe leisten in den Flüchtlingslagern und an all die Menschen die ein hohes Infektionsrisiko haben.

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KENYA

Auch in Kenya kommt die Notstandsituation des Coronavirus zu einer bereits sehr heiklen Situation hinzu: seit Monaten haben Schwärme von Heuschrecken das Land überfallen und die Kulturen verwüstet, dabei blieben Kinder und Familien ohne Nahrung.

Die hygienische und gesundheitliche Situation ist sehr prekär und die sozialen Distanzregeln in den vorübergehenden Unterkünften sind schwer anzuwenden. All dies kommt zu einer sowohl wegen der Schliessung der Märkte als auch wegen der Heuschreckenplage, welche das Risiko von Hungersnöten birgt, steigenden Ernährungsunsicherheit hinzu.

Die Schulen sind im ganzen Land ab Mitte März geschlossen und die Bevölkerung ist in Isolation. Es besteht zudem ein Eintrittsverbot für all Diejenigen, die aus Ländern kommen, in denen Coronafälle gemeldet wurden. Unsere Kollegen vor Ort haben sofort ein Überwachungssystem geschaffen in Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern, welche dank ihrer Nähe zu den Gemeinschaften uns informieren und den Forderungen der Frauen und der schwächeren Familien Rechnung tragen, um gezielter handeln zu können, dort wo es am nötigsten ist.

Wir verteilen Hygiene-kit, Ausrüstungen um die Hände zu waschen, mit Seifen und Desinfektionsmitteln für die Gemeinschaften und insbesondere für die Frauen, welche wir unterstützen. Wir unterstützen zudem Frauenkomitees bei der Schaffung von Desinfizierungspunkte für die Hände innerhalb der Märkte.

Ausserdem, bemühen wir uns die durch die Regierung verbreiteten Mitteilungen in die lokalen Sprachen zu übersetzen, um zu garantieren, dass Alle Zugang haben zu wesentlichen Informationen zur Vorbeugung der Ansteckungen.