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Zyklon Idai in Mosambik, Simbabwe und Malawi

Wir leisten in den am stärksten betroffenen Gebieten vor Ort Soforthilfe.

Der tropische Sturm Idai, der ganze Regionen in Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet hat, hat über 750 Menschen getötet und Auswirkungen auf etwa 3 Millionen Menschen.

Wir sind in allen drei Ländern in einigen der am stärksten betroffenen Regionen mit langfristigen Programmen zur Unterstützung der lokalen Gemeinschaften vertreten: in der Provinz Zambezia (Mosambik), wo in der Stadt Mocuba 2.000 Häuser zerstört wurden und der über die Ufer getretene Fluss den Ort in zwei Hälften geteilt hat; in Simbabwe in der stark betroffenen Provinz Manicaland; und in Malawi im Distrikt Nsanje, wo der Zyklon das bereits herrschende Hochwasser noch verschlimmert hat.

"Unser Land ist der Zerstörungswut des Zyklons Idai ausgeliefert", sagt Marcia Cossa, Programmleiterin bei ActionAid Mosambik, "in Beira ist die Situation kritisch und der Notstand wurde ausgerufen. Den Menschen fehlt es an Nahrung, Wasser und Medikamenten und die Zahl der Opfer steigt. Die verzweifelten Überlebenden warten darauf, von den Dächern gerettet zu werden. Die Helfer arbeiten rund um die Uhr, haben aber vielleicht nicht die Mittel, um alle zu retten. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind vom Rest des Landes abgeschnitten, es gibt keinen Strom und keine Möglichkeit zu kommunizieren. Der anhaltende Regen verschärft die Lage vor Ort. Der Distrikt Busi steht fast vollständig unter Wasser."

Für die kommenden Tage werden weiterhin starke Regenfälle erwartet. Die Vereinten Nationen rechnen mit einer der schlimmsten je auf der Südhalbkugel verzeichneten Wetterkatastrophen.

"Ich habe Angst, dass der Zyklon zurückkommt, ich habe meine dreijährige Tochter verloren, mein Mann sucht in den Trümmern noch nach unserem Sohn, wir haben kein Zuhause mehr...", erzählt die 26-jährige Talent Mvurachena.

"So viel Zerstörung habe ich noch nie gesehen. Vieles wird benötigt, da Straßen und Brücken fortgespült wurden, was die Rettungsmaßnahmen stark erschwert," erzählt Toendepi Kamusewu, Verantwortlicher für die Katastrophenhilfe bei ActionAid in Simbabwe, "ich habe Szenen der Verzweiflung gesehen, darunter eine Gruppe Menschen, die versuchte, einen 16-jährigen Jungen aus den Trümmern zu bergen. Die Menschen haben alles verloren, angefangen beim Vieh aus den kleinen Zuchtbetrieben der Familien. Nahrung, Wasser und Medikamente werden benötigt oder die Zahl der Todesfälle wird stark ansteigen."

"Ich habe mit einer Frau gesprochen, die ihr Kind verloren hat, als die heftigen Regenfälle einsetzten. Weitere drei Mitglieder ihrer Familie werden vermisst, sie ist allein. Sie hatte einen Stand auf dem Markt von Kopa, nun ist alles vorbei, sie hat alles verloren. Sie wurde weiter stromabwärts gefunden, hatte wie durch ein Wunder überlebt, da sie sich an einem Baum festgeklammert hatte“, erzählt unsere Kollegin Takaitei Bote, die sich bei ActionAid Simbabwe um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

In Malawi ist die Lage nicht besser. Das Land hatte schon vor dem Zyklon mit Regen und Überschwemmungen zu kämpfen, die Lage in den betroffenen Gebieten war bereits schwierig. Schätzungsweise sind im Land über 900.000 Menschen in 14 verschiedenen Distrikten von der Katastrophe betroffen und über 125.000 wurden evakuiert.

Wir sind vor Ort aktiv und helfen den betroffenen Gemeinschaften durch die Errichtung von Notunterkünften und die Verteilung von Hilfsgütern wie Nahrung, Decken, Hygiene-Sets, Wasserreinigungstabletten, Wasser und Kleidung. Gemeinsam mit verschiedenen lokalen Partnern tun wir alles, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen - ermöglicht wird dies alles durch deine Unterstützung!

(@PHOTO: GETTYIMAGES)