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Das Land rund um Nanimayas Haus war einst voller Leben.

Auf diesen Feldern wuchsen der Reis und die Bananen, von denen sich ihre Familie ernährte. Die Bewirtschaftung des Landes sicherte ihren Lebensunterhalt und bot auch anderen Familienangehörigen Unterstützung. Heute sind diese Felder nicht wiederzuerkennen: eine weite Fläche aus Sand, Schlamm und Geröll, die das Wasser zurückgelassen hat.

Es war am Morgen, als sie hörte, wie das Rauschen des Flusses Trishuli immer lauter wurde. Sie war gerade am Beten, so wie jeden Tag, als ihr klar wurde, dass gerade etwas Schreckliches geschah.

„So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen“, erzählt sie.

Die Wassermassen überfluteten die Felder und zerstörten die Reisernte. Auch die Bananenstauden, die kurz vor der Ernte standen, gingen verloren. Unter dem Sand wurde auch die Nähmaschine ihres Sohnes begraben – das einzige Arbeitsgerät, das ihm seine Tätigkeit als Schneider ermöglichte.

Doch nicht nur das, was sie angebaut hatte, wurde zerstört. Sie hat damit auch die Möglichkeit verloren, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sich zu ernähren und für ihre Familie zu sorgen.

Auf der Flucht musste Nanimaya auch ihr Handy zurücklassen. In dieser ohnehin schon dramatischen Situation konnte sie weder ihre Angehörigen anrufen noch Informationen einholen oder herausfinden, an wen sie sich wenden konnte, um Hilfe zu erhalten.

„Ich weiß nicht, wohin ich gehen, wen ich anrufen oder was ich tun soll. Ich kann nicht schlafen. Ich habe nicht einmal Hunger. Ich habe nichts mehr“.

Nanimaya kümmert sich um den Haushalt ihrer Tochter und ihrer älteren Schwester.  Vor der Überschwemmung bot ihnen das Land eine sichere Lebensgrundlage, denn die Familie konnte dort ihre eigenen Lebensmittel anbauen und damit ihren Alltag bestreiten. Diese Sicherheit ist nun nicht mehr gegeben.

Angesichts der zerstörten Felder weiß Nanimaya noch nicht, wie sie einen Neuanfang bewältigen soll. Ihre Frage ist einfach, bringt jedoch die ganze Ungewissheit über ihre Zukunft zum Ausdruck:

„Werden wir für dieses Ackerland eine Entschädigung erhalten?“

 

ActionAid steht den betroffenen Gemeinden zur Seite

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen ist es ActionAid trotz beschädigter Straßen, Erdrutschen und eingestürzter Brücken gelungen, die betroffenen Gemeinden in den Distrikten Rasuwa, Dhading und Nuwakot zu erreichen. Wir haben Hygiene- und Sanitärsets, Lebensmittel und Küchenutensilien, Kleidung und wichtige Alltagsgegenstände, Decken, Schlafsäcke und Moskitonetze verteilt.

Wir unterstützen weiterhin die Menschen, die ihr Zuhause, ihre Ernten und ihre Einkommensquellen verloren haben. Bitte unterstützen auch Sie sie auf ihrem langen Weg, sich ein neues Leben aufzubauen.

Unterstützen Sie die von der Überschwemmung betroffenen Gemeinden.
Photocredits: ActionAid Nepal